Whole Body Like Gone

Musiktheater mit Dénise Beck und Zafraan Ensemble

Sa 10.03.2018 20:00
So 11.03.2018 18:00

Karten 15 € | ermäßigt 10 €
Angegebene Preise im Ticketbüro des RADIALSYSTEM V, online zzgl. Gebühren.

Zafraan Ensemble | © Neda Navaee


Sopran    Dénise Beck
mit    Zafraan Ensemble
Komposition    Evan Gardner
Regie    Ulrike Schwab
Ausstattung    Cora Saller
Dramaturgie    Isabelle Kranabetter
Video    Martin Mallon
Künstlerische Leitung    Clemens Hund-Göschel
Produktion    Benedetta Severi und Sebastian Solte

"Good evening, ladies and gentlemen, we’ve got a great show for you to… - Hey, could you dim that freakin’ light in my face?" Der Musiktheaterabend "Whole Body Like Gone" mit einer Uraufführung von Evan Gardner ist eine Selbstsuche in den Sehnsüchten und Versprechen der Popkultur. Inspiriert vom Comic Strip "Little Orphan Annie", Hits von 1924 und dem Performance-Künstler Andy Kaufman entsteht unter der Regie von Ulrike Schwab ein musikalisches Kammerspiel von Abgrenzung und Aneignung, in dem die einzelnen Musiker des Zafraan Ensemble sowie die preisgekrönte dänische Sopranistin Dénise Beck zu eigenständigen Akteuren werden. Denn die eigene Identität neu zu entwerfen, ist mehr als ein unterhaltsames Gesellschaftsspiel.

Einen Trailer des Stücks finden Sie hier.

Zunächst studierte Ulrike Schwab Operngesang an der HfM "Hanns Eisler" Berlin. Auf der Suche nach neuer Form und Sprache im Musiktheater widmete sie sich dort früh dem Grenzbereich zwischen Oper, Schauspiel und Performance und wurde nach ihrem Hochschulabschluss deutschlandweit als Sopranistin engagiert. Ihre erste Inszenierung als Regisseurin übernahm sie 2013 an der Schlossoper Haldenstein mit Verdis "Rigoletto" und nahm im Folgejahr das Masterstudium Musiktheaterregie an der HfM "Hanns Eisler" auf. Seitdem realisierte sie einen Musiktheaterabend frei nach Donizettis "Don Pasquale" auf dem Berliner RAW Gelände, entwickelte eine eigene Fassung der Oper "Armida" von Gluck und inszenierte die Uraufführung von Malte Giesens "Tako Tsubo" in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Zuletzt inszenierte sie mit großem Erfolg eine eigene Fassung von Humperdincks "Hänsel und Gretel" unter dem Titel "Wolfskinder" an der Neuköllner Oper in Berlin.

Noch während ihres Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien debütierte die Sopranistin Dénise Beck bereits an der Volksoper Wien. Kurz darauf wurde sie am Salzburger Landestheater engagiert. Die junge Dänin, die das Post-Graduate Programm der Royal Academy of Music in Kopenhagen absolvierte, gastierte seither u.a. auch im Königlichen Opernhaus Kopenhagen, beim Festival Operklosterneuburg, im Wiener Konzerthaus und im Wiener Musikverein, in der Wigmore Hall London, am Teatro Nacional de Brasil, in der Opera City Tokyo, Den Nye Opera Bergen in Norwegen, der Kungliga Operan Stockholm, bei den Bregenzer Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam und bei Den Norske Opera in Oslo.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben und die Gesellschaft in ihren Facetten reflektiert. Gemeinsam mit anderen Kunstformen beobachten, erforschen und verarbeiten die zehn festen Instrumentalisten aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland Themen des aktuellen Geschehens, der Natur, Technologien sowie die vermeintlichen Normalitäten und Absurditäten von heute. Die basisdemokratisch organisierte Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt vorzugsweise aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Violoncello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt wird. Das Zafraan Ensemble arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Titus Engel oder Manuel Nawri, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez und Louise Wagner sowie mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz und Helmut Oehring zusammen.

Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit dem RADIALSYSTEM V und dem Gare du Nord Basel. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, vom Land Berlin, dem Fachausschuss Musik BS/BL und der Gwärtler Stiftung.


© Promo

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